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Laufkäfer machen Jagd auf Schnecken

Die Laufkäfer (Carabidae) sind eine sehr artenreiche, im Wesentlichen nachtaktive und Fleisch fressende, Familie von Käfern, die meist am Boden lebende Insekten und andere Wirbellose jagen. Und zu diesen gehören eben auch Schnecken. Nicht nur aus diesem Grund gelten viele der 85 bekannten mitteleuropäischen Laufkäferarten als Nützlinge.

 
Von Laufkäfern erlegte Schnecken auf einer Schneckenfarm.
Bild: [RN].

Wo Laufkäfer nach Schnecken jagen, findet man anschließend oftmals eine Vielzahl an zerstörten und leeren Schneckengehäusen.


Weinbergschnecke (Helix pomatia) mit den Spuren eines Lauf-
käferangriffes, die bereits wieder repariert werden. Bild: [RN].
 

Laufkäfer greifen die Schnecken an, indem sie sie mit einem Biss lähmen und die Schale entlang der Windungen mit den Mandibeln aufbrechen.

In Schneckenfarmen findet man oft eine Vielzahl leerer Schneckengehäuse auf engem Raum, was daraufhin deutet, dass hier Laufkäfer Schnecken gejagt haben.

Andererseits deuten reparierte Schalen mit frisch reparierten Spuren von Laufkäferangriffen auch darauf hin, dass die Schnecken dem Angriff eines Laufkäfers oft entkommen können, und anschließend noch mit der Reparatur ihrer Schale beginnen können.

Nicht wenige fallen jedoch anschließend dennoch dem Biss des Laufkäfers zum Opfer, der dabei offensichtlich ein lähmendes und schlussendlich doch tödliches Gift injiziert.

Vor allem kleinere Schnecken fallen Laufkäfern zum Opfer, aber, wie das Bild oben rechts zeigt, sind auch die großen Weinbergschnecken gegen Laufkäfer keineswegs gefeit, wenn auch besser geschützt.

In Schneckenfarmen, in denen auf abgegrenztem Raum eine Vielzahl von Schnecken lebt, können Laufkäfer großen Schaden anrichten.