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Die Weinbergschnecke

  Weinbergschnecken kommen nicht nur in Weinbergen vor...
Weinbergschnecken kommen nicht nur in Weinbergen vor.
Bild: Cornelia Kothmayer.

Die Weinbergschnecke ist ein bekannter Vertreter der heimischen Tierwelt, aufgrund ihrer Größe auch mit dem bloßen Auge leicht zu erkennen und ihr Anblick ist uns daher von manch einem Spaziergang am Abend oder am frühen Morgen vertraut.

Schnecken sind heute gemeinhin nur als Gartenschädlinge und als Ziel für Giftattacken bekannt. Außerhalb wissenschaftlicher Kreise wissen jedoch nur wenige, dass es Schnecken gibt, die keine Pflanzen fressen, oder, wie die Weinbergschnecke, keine Gartenschädlinge sind, auch wenn sie, wie ihr Name sagt, manchmal in Kulturanlagen (Weinbergen) vorkommen.

Die Biologie der Weinbergschnecke ist ein faszinierendes Kapitel der heimischen Naturgeschichte. Denn wer hätte gedacht, dass Weinbergschnecken Tausende von Zähnen besitzen, aber nur einen Fuß, mit dem sie dafür aber auch in Rückenlage und selbst über die schärfsten Messerklingen kriechen können?

Auch die Fortpflanzung der Weinbergschnecke bietet viele interessante Geheimnisse. Schließlich sind Weinbergschnecken bei der Paarung nicht Männchen, oder Weibchen, sondern beides, und zwar gleichzeitig. Einzigartig im Tierreich, stacheln sie den Partner dabei zu neuen Höchstleistungen an, indem sie ihm einen Kalkpfeil in den Fuß stechen!

Dass sie seit Jahrtausenden zu Speisezwecken gesammelt werden, macht die Weinbergschnecke zu einer unserer bekanntesten Tierarten. Dennoch sollte man keineswegs annehmen, dass wir alles über diese ungewöhnlichen Tiere wissen, da auch heute noch neue wissenschaftliche Entdeckungen auf dem Gebiet der Weinbergschnecken gemacht werden.


Institut für Deutsche Schneckenzucht Nersingen

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