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Erstaunliches über Weichtiere
![]() Weinbergschnecke (Helix pomatia) im Gräserwald. [RN] |
Etwa 55.000 Arten zählt die Biologie nach neueren Erkenntnissen zum Tierstamm
der Weichtiere oder Mollusken. Die acht Klassen, in die man die Weichtiere
aufteilt, sind sehr verschiedengestaltig, beim einfachen Hinsehen wird man oft
nicht erkennen können, dass es sich um Angehörige der selben Tiergruppe
handelt.
Wer würde eine langsam auf der Erde kriechende Schnecke, einen pfeilschnell durchs Meer schießenden Kalmar oder eine still am Grund eines Sees sitzende Teichmuschel für Angehörige der selben Tiergruppe halten? Wer würde einen Riesenkalmar von 20 Meter und eine Schnecke von 0,3 Millimeter Größe vergleichen wollen?
Dennoch sind dies alles Weichtiere, die trotz ihrer äußerlich sehr unterschiedlichen Erscheinung gemeinsame Merkmale aufweisen. Diese gemeinsamen Merkmale haben schließlich zur Bildung des Tierstammes Mollusca durch den französischen Biologen Cuvier geführt.
Nicht nur biologisch sind Weichtiere hochinteressant. In der Antike gewann man aus einer Meeresschnecke den Farbstoff Purpur, der die besten Krieger Griechenlands ebenso schmückte, wie die Senatoren Roms. Manche Muscheln produzieren Perlen, die zu Schmuck und Zierde dienen, ebenso, wie das Perlmutt, das die Schalen dieser Muscheln auskleidet. Archäologische Hinweise deuten andererseits darauf hin, dass schon in der frühen Steinzeit Muscheln, später auch Schnecken, dem Menschen als Nahrung dienten. Heute züchtet man sie schon in Aquakulturen und Schneckenfarmen.
Trotz dieser interessanten Fakten gehören die Weichtiere zu den weitgehend unbekannten Tiergruppen. Es ist das Ziel dieser Homepage, Ihnen diese faszinierende Gruppe näher zubringen und Interesse zu wecken für eine Welt, die sich oft im Verborgenen abspielt.

Erhältlich im
Naturhistorischen Museum in
Wien und im Haus der
Natur in Cismar, Deutschland.
Bild: Haus der
Natur in Cismar.

Diskussionsforum
"Weinbergschnecken und andere Weichtiere".
Die interaktive Galerie auf
http://galerie.weichtiere.at.
Mollusken und Malakozoologie in Deutschland
Reichhaltige Seite der DMG rund um die Weichtierforschung.
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Molluscs of central Europe | ![]() |
| Deutsche Malakozoologische Gesellschaft - Nomenklaturliste www.mollbase.de/list/ (Stand: 07.06.2009). | ||

Das europaweite
Bänderschneckenprojekt im Darwinjahr 2009

Weichtiere beim Naturschutzbund Deutschland (NABU)

Schnecken jeder Couleur, fotografiert von Stefan
Haller.