Buchbesprechung: "Landschnecken" von Klaus Bogon

"Landschnecken - Biologie, Ökologie, Biotopschutz",
Bogon, K., Augsburg 1990.

im Vergleich der beschriebenen Bücher.

Das Buch "Landschnecken - Biologie, Ökologie, Biotopschutz" zeichnet sich von anderen Bestimmungsbüchern dadurch aus, dass es Schnecken in vorwiegend großformatigen Lebendbildern darstellt.

Im Gegensatz zum etwa dreifachen Volumen dargestellter Arten in anderen Bestimmungsbüchern erscheint der Umfang dieses Buches mit 156 Arten etwas gering. Angesichts der vielen, sehr guten, Bilder hätte aber eine Darstellung aller in Deutschland vorkommender Arten tatsächlich "den Umfang dieses Buches bei weitem gesprengt". Eine Einordnung der Landschnecken in den Stamm der Mollusken findet nur im Vorwort statt.

Das Buch ist für den interessierten Laien und Naturfreund als leichter Einstieg in die Welt der Schnecken gedacht. Der zu Anfang stehende allgemeine Teil informiert den Leser über unterschiedliche Bereiche der Biologie der Schnecken, wie Gehäuse, Weichkörper, Fortpflanzung, Nahrung und Feinde. Ein kurzes Kapitel beschreibt auch die Anlage einer Sammlung, das Vorgehen beim Sammeln von Schnecken und die Behandlung des gesammelten Materials.

Ein zusätzliches Kapitel beschreibt einige Lebensräume, in denen Schnecken vorkommen, wobei auch dieses Thema nicht erschöpfend behandelt wird (oder werden kann).

Der spezielle Bestimmungsteil wird von einem einfachen, von Zeichnungen unterstützten Familien-Bestimmungsschlüssel eingeleitet. Die Familien der Landschnecken werden ungeordet dargestellt, es werden aber Unterfamilien angegeben. Eine Systematik wird nicht angegeben, möglicherweise nicht für nötig erachtet, da das Buch ausdrücklich für den Laien verständlich sein soll.

Als Fazit ist das Buch dem Interessierten zu empfehlen, der speziell über Landschnecken etwas erfahren will, ohne sich aber allzu sehr mit Systematik beschäftigen zu müssen. Das Buch ist ausdrücklich laientauglich und in seinen Ansätzen sehr zu befürworten.

Als wissenschaftliches Bestimmungsbuch sollte bzw. kann dieses Buch nicht verwendet werden.