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Lebenslauf
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Werter Besucher,
mein Name ist Robert Nordsieck, ich bin der Verfasser der vorliegenden Homepage.
![]() Bild: [CK] |
Vor neun Jahren, nach Abschluss meines Studiums an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau, begann ich mit der Arbeit an einer Homepage über Weichtiere. Ich interessiere mich selbst seit meiner Kinderzeit für Schnecken, sicherlich auch beeinflusst durch die Tätigkeit meines Vaters, der auf dem Gebiet der Schließmundschnecken wissenschaftlich tätig ist. Ich habe heute das Glück, ziemlich viele Schneckenbücher zu besitzen, von denen ich einige bereits während meiner Schulzeit erstanden habe. Mein erstes Schneckenbüchlein, das ich in der siebten Klasse bekam (in Deutschland werden die Klassen von der ersten bis zur letzten Klasse durchgezählt, damals der Dreizehnten), war "Schnecken und Muscheln" von Lothar Forcart aus dem Hallwag-Verlag. Heute ist dieses Buch, ebenso wie "Landschnecken Nord- und Mitteleuropas" von Kerney, Cameron und Jungbluth, oder der "Naturführer Weichtiere" von Fechter und Falkner sämtlich vergriffen.
Es wäre heute viel schwerer, als in meiner Jugendzeit, ein Buch über Schnecken zu kaufen: Alle deutschsprachigen Standardwerke sind vergriffen und aufgrund der großen Nachfrage auch in Antiquariaten schwer zu finden. Schneckenbücher, die man heute finden kann, beschränken sich auf Gartenbau- und kulinarische Literatur. Bei Meeresschnecken und anderen Weichtieren sieht es besser aus, sucht man im Regal mit den Taucherbüchern. Gerade Taucher tun auch gut daran, sich über die besonderen Eigenschaften von Kegelschnecken oder Blauring-Kraken zu informieren.
![]() Eine ganz kleine Weinbergschnecke und ein ganz kleines Fleck- chen Grün. ( |
Diese Lücke wollte ich mit der vorliegenden Homepage schließen. Bald durfte ich zu meiner Freude feststellen, dass nicht nur Schüler und Lehrer, sondern auch Professoren und Studenten, aber auch interessierte Laien, die Seiten gerne und oft besuchten. Viele Anfragen bestärkten mich in der Annahme, dass besonders das Gebiet der Landschnecken mit Interesse gesucht wurde. Einerseits wurden Bestimmungshilfen für einheimische Landschnecken gesucht, andererseits auch Informationen über fremdländische Schnecken, so das Kapitel über die pazifischen Partula-Schnecken, das die traurigen ökologischen Auswirkungen von Gedankenlosigkeit und Unwissenheit zeigt, und das ich aufgrund der Zusendung eines Besuchers verfasste.
Vor acht Jahren zog ich nach Wien um, und so läuft die Homepage heute auch auf einem österreichischen Server unter einem Domainnamen, den ich extra dafür eingerichtet habe.
In Wien zu leben ist für einen Deutschen (österreichisch meist als Piefke bezeichnet) eine ebenso erheiternde wie bereichernde Erfahrung. Darüber hinaus besitzt Wien eines der berühmtesten Naturhistorischen Museen, die es gibt. Das Wiener Naturhistorische Museum hat, abgesehen von den Schausammlungen, die ich jedem Besucher Wiens nur wärmstens ans Herz legen kann, auch eine fabelhafte Molluskensammlung mit Bibliothek, in der ich manchmal arbeiten durfte.
Sechs Jahre lang habe ich, anfangs sogar noch Schillinge, mein Geld in einem echten Schlosshotel verdient, und bin dann in eine bekannte amerikanische Kaffeehauskette umgewechselt. Dort gibt es immerhin Zimt-Rosinen-Schnecken!
![]() Bestimmen am GEO-Tag der Artenvielfalt 2007. |
Seitdem vor einiger Zeit meine langjährige Freundin sich entschieden hat, eigene Wege zu gehen, bin ich nach acht langen Jahren seit einiger Zeit wieder zurück in Deutschland.
Die Zukunft ist, wie immer, das unentdeckte Land.
![]() Bei Schneckenexkursionen wird man schon mal nass... [RN] |
In der Zwischenzeit hatte ich das Vergnügen, an einem Pro7-Beitrag über die Weinbergschnecke mitarbeiten zu dürfen. Auch die Teilnahme an mehreren GEO-Tagen der Artenvielfalt in Niederösterreich und Wien entstand über die Homepage, ebenso, wie die wissenschaftliche Betreuung von Seminaren zur Schneckenzucht.
Ein
Bild vom GEO-Tag der Artenvielfalt 2007 in Perchtoldsdorf (NÖ).
Bilder
vom GEO-Tag der Artenvielfalt 2008 in Wien Steinhof (16. Bezirk)
Geo-Tage der
Artenvielfalt des Biosphärenparks Wienerwald.
Die englischsprachige Homepage "The Living World of Molluscs" wurde mit der deutsprachigen Mutterseite zusammengelegt und erhält demnächst eine eigene Domain-Adresse. Besonders zu erwähnen ist auch die Entstehung eines eigenen Diskussionsforums und einer Galerie, auf der Benutzer ihre eigenen Schneckenbilder ausstellen können – weichtiere.at ist also interaktiv geworden.
![]() Interview des Deutschlandfunks in Berlin. |
Inzwischen wird weichtiere.at von zahlreichen Homepages in der ganzen Welt zitiert und verlinkt, was für mich eine große Ehre und Freude ist. Bilder von weichtiere.at haben es sogar auf Bilderausstellungen in Paris und Montreal geschafft! Ein Ende ist nicht abzusehen und die Möglichkeiten zur Erweiterung sind vielfältig: Immerhin machen die 54.000 Arten, die man heute schätzt, den Stamm der Weichtiere zum zweitgrößten auf der Welt, und dabei kommen die fossilen Gruppen, wie Ammoniten und Endoceraten, noch zu kurz!
Seit neuestem gibt es von mir auch verschiedene gedruckte Veröffentlichungen,
wie Sie auf einer gesonderten Seite (
Veröffentlichungen) nachlesen können. Unter anderem
durfte ich einige Artikel in der Sonderausgabe "Weichtiere" der
Zeitschrift Arthropoda beitragen und für Reinhard Rennebergs neuestem Buch: "Bioanalytik
für Einsteiger" durfte ich eine Seite über die Augen der Weichtiere
veröffentlichen, was für mich eine besondere Ehre und Freude ist. Reinhard
Rennebergs Bücher über Biotechnologie und Biochemie kann ich nur wärmstens
empfehlen (siehe
Reinhard Renneberg bei amazon.de)! Im November 2008 erschien dann auch im
Natur und Tier Verlag ein Buch, das Heiko Schulz und ich zusammen über "Die
Afrikanische Riesenschnecke Achatina (Lissachatina) fulica" verfasst
hatten.
Die
Afrikanische Riesenschnecke Achatina fulica bei amazon.de!
Ein Highlight der letzten Zeit war ein Interview, das am 10.10.2009 Marieke Degen vom Deutschlandfunk (Bild rechts) in Berlin mit Micaela Brugsch und mir geführt hat: Es geht um ein Feature u.a. über Hobby-Schneckenforscher, das um Weihnachten ausgesendet werden soll.
Forumbeitrag zum Deutschlandfunk-Interview.
Es würde mich also freuen, wenn Sie bald mal wieder vorbeischauen! Oder vielleicht treffen wir uns in meinem Forum?
Ihr Robert Nordsieck.