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Synonym: Neomeniomorpha.
Artenzahlen der Weichtiere.
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![]() Neomenia yamamotoi, ein riesiger (11 cm) Furchenfüßer aus Alaska. Bild: Roger N. Clark, Giant solenogaster (Jacksonville Shell Club). |
Wie die Schildfüßer (Caudofoveata) sind auch die Furchenfüßer ausschließlich meereslebende, urtümliche schalenlose Weichtiere ("Aplacophora"). Von den übrigen Wurmmollusken, von denen sie zwei Drittel aller bekannten Arten einnehmen, unterscheiden sich die Furchenfüßer allerdings durch ihre bauchseitige (ventrale) Furche, in der sich bei wenigen Arten der kurze, rudimentäre Fuß bewegt. Drüsen in der Bauchfurche der Furchenfüßer produzieren außerdem Schleim, so dass die Tiere, wie Schnecken, gleiten können.
Bei den Furchenfüßern ist die Verstärkung der Cuticula, im Gegensatz zu den Kalkschuppen der Schildfüßer, als Kalkstacheln (Spiculi) ausgebildet. Diese winzigen Stacheln verleihen den meist selbst nur wenige cm großen Furchenfüßern ein pelziges, schimmerndes Aussehen.
Den Furchenfüßern fehlt der Kopfschild der Schildfüßer, ebenso wie diese besitzen sie aber eine kleine, am Ende des Körpers liegende Mantelhöhle. Auch bei den Furchenfüßern mündet der Gang aus der dorsal liegenden Gonade in den Herzbeutel (Perikard) und mehrere Gänge führen aus diesem in die Mantelhöhle.
![]() Furchenfüßer (Epimenia babai) auf einer Koralle, deren Polypen er frisst. Quelle: Atwiki.jp. |
Die Lebensweise der Furchenfüßer unterscheidet sich größtenteils nennenswert von der der Schildfüßer. Nur wenige leben auch grabend oder kriechend auf dem Ozeanboden - die meisten Furchenfüßer leben vor allem auf Nesseltieren (Cnidaria), also zum Beispiel Korallen oder Quallen, deren Polypen sie fressen. Die meisten Arten packen ihre Beute dazu mit der Radula und verschlucken sie. Einige Arten saugen aber auch Polypen aus. Bei diesen Arten ist die Radula dann oft zurück gebildet - das gilt für ungefähr ein Drittel der Arten.
![]() Ein unbestimmter Furchenfüßer (Neomenia spec.). Das pelzige Aussehen entsteht durch die Vielzahl winziger Kalkstacheln (Spiculi). Quelle: MBARI. |
Im Gegensatz zu den Schildfüßern sind Furchenfüßer Zwitter, die im Verlauf ihrer Entwicklung (ähnlich wie die Pantoffelschnecken) das Geschlecht wechseln: Jüngere Tiere fungieren als Männchen, ältere als Weibchen. Die Befruchtung findet bei den Furchenfüßern innerlich nach einer Begattung statt, im Gegensatz zur äußeren Befruchtung der Schildfüßer.
Die Metamorphose der Furchenfüßer findet ebenso, wie bei den Schildfüßern, über ein planktontisches Trochophora-Larvenstadium statt.
Bunje, P.: The Aplacophora - the naked mollusks (University of California Museum of Paleontology).
Mulcrone, R.S.: Aplacophora (Animal Diversity Web, University of Michigan).
Salvini-Plawen, L.; Mizzaro-Wimmer, M.: "Praktische Malakologie - Beiträge zur vergleichend anatomischen
Bearbeitung der Mollusken", Wien 2001.
Buchbesprechung.